Thuja Hecken

Hecken haben sich bei uns in Deutschland zu einer immer größeren Beliebtheit entwickelt. Die Anforderungen sind klar: Schön soll sie sein, einen Sichtschutz liefern und möglichst einfach in deren Pflege und Handhabung sein.

All diese Anforderungen erfüllt uns die immergrüne Thuja Hecke.

Mehr Fachwissen uber Thuja Gewachse
Thujas (zu deutsch Lebensbaume) bilden eine Gattung innerhalb der Familie der Zypressengewachse (Cupressaceae). Die ursprunglich in Nordamerika endemische Thuja occidentalis (abendlandischer Lebensbaum) hat sich auch in Europa als beliebtes Schmuckwerk in Garten etabliert. Die immergrunen Blatter der dekorativen
Kulturbaume sind schuppenformig, bekommen in den kalten Monaten eine gelbliche Tonung und werden meist als Hecken gepflanzt.

Unterschieden werden Thujas in Korea-Lebensbaum (Thuja koraiensis), Riesen-Lebensbaum (Thuja plicata), Sichuan-Lebensbaum (Thuja sutchuenensis, einziger der Lebensbaume, der nicht zu den Kulturpflanzen gerechnet wird), Japanischer Lebensbaum (Thuja standishii) und Abendlandischer Lebensbaum (Thuja
occidentalis).

Fur den Morgenlandischen Lebensbaum (Thuja orientalis oder "Chinesische Thuja") wurde inzwischen eine eigene Gattung (Platycladus orientalis) eingefuhrt. Fruhere Formen der Thuja-Gattung, wird vermutet, gab es schon zur Jurazeit in Europa. Uber ihr Vorhandensein im Tertiar ist man sich sicher. Heute fuhlt sich die abendlandische Thuja in Mittel- und Sudeuropa, genauer gesagt im Kaukasus, heimisch. Der Zierbaum wird zur Kultivierung von Garten und Parkanlagen genutzt. In Heckenform umgibt er gern Friedhofe, um, seinem Namen nach, das Leben an einem Ort zu zeigen, der den Toten gewidmet ist.

Der Name Thuja leitet sich aus dem griechischen Wort "thyon" fur "opfern" oder "rauchern" ab. Das liegt am wohltuenden Duft, den Thuja verstromt, wenn die Blatter zerrieben oder verbrannt werden. Thuja koraiensis verbreitet den herben Geruch von Mandeln. Thuja plicata riecht exotisch frisch wie eine Ananas. Thuja occientalis erinnert an den weihnachtlichen Bratapfel und Thuja standishii duftet wie eine sauerlich fruchtige Zitrone.

In Nordamerika wird der Zierbaum bis zu 30 Meter hoch, sein durchschnittlicher Stammdurchmesser liegt bei 0,9 Meter. Am besten gedeiht er auf nassen Boden, vertragt aber auch Trockenheit. Sein Holz, die Zapfen und die Zweigspitzen sind hochgradig giftig. Seit langer Zeit ist die abtreibende Wirkung von Thuja bekannt.
Wobei diese Nutzung der Pflanze allerdings haufig gleichzeitig todliche Vergiftungen mit sich bringt.

Als Zuchtformen des gleichgeschlechtlichen Baumes sind folgende Arten aufgetreten:

Die 1865 entstandene Fastigiata. Sie ist kegelformig, weniger saulenformig, wird bis zu zehn Meter hoch und hat schlanke und aufrechte Triebe.

Der schone, seltene Typ der Lutea. Er hat einen kraftigen Stamm. Aus dem eine dichte Krone wachst und wird bis zu 17 Meter hoch. Nur etwa vier Meter hoch wird das Rheingold mit den vielen Stammen, seiner rundlichen, kegelformigen Krone und der sehr hellen Belaubung.

Spiralis besitzt eine sehr schmale, spitz zulaufende Saulenform, ist von tiefer gruner Farbe, die im Winter braunlich wird. Spiralis kann bis zu zehn Meter hoch werden und wurde 1923 erstmals erwahnt. Inzwischen wurden auch die Thuja vorhandenen Heilstoffe von der Medizin und Homoopathie entdeckt.

Die frischen einjahrigen Zweige der Pflanze werden genutzt, um ein wirksames Warzenmittel herzustellen. Auch bei chronischem Schnupfen, trockener Nase und Mittelohrentzundungen kann der Lebensbaum Abhilfe leisten. Im Unterkorperbereich werden Blasen- oder Nierenentzundungen, Prostataleiden und Fluor vaginalis mittels den Wirkstoffen von Thuja gelindert. In den atherischen Olen von Thuja occidentalis ist a- und ß-Thujon, Sabinen, Campher und Flavonoide enthalten.

Allerdings ist bei der Einnahme des Oles Vorsicht geboten. Sie kann eine sehr starke Reizwirkung auf Haut und Schleimhaut haben. Bei der oralen, eigens dosierten Einnahme treten Ubelkeit, Erbrechen, Anstieg der korpereigenen Temperatur, Steigerung des Blutdrucks und Durchfall auf, die in Krampfe und Odembildungen ubergehen und zum Tod durch Lahmung des zentralen Nervensystems fuhren konnen.